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Im Wald von Nele Neuhaus – Bodenstein & Kirchhoff #8

Bodenstein & Kirchhoffs achter Fall

Darum geht’s:

Ein Mensch stirbt bei einem Wohnwagenbrand. Da einer der anderen Wohnwagen im Campingpark aufgebrochen wurde und auch beobachtet wurde, wie jemand vom Brand flüchtete, könnte auch ein Verbrechen vorliegen. Eigentlich will es Oliver von Bodenstein bei seinem letzten Fall vor seiner Beurlaubung langsam angehen und seiner Kollegin Pia die Führung überlassen, aber bei dem, was im Zuge der Ermittlungen in Bodensteins Wohnort Ruppertshain zu Tage gefördert wird, ist er ganz persönlich betroffen.

So fand ich’s:

Nele Neuhaus neigt dazu, ihre Mordfälle in einer Umgebung stattfinden zu lassen, in der es viele Verdächtige, mehrere Opfer und reichhaltige Verflechtungen gibt. Das zeichnet ein sehr realistisches Bild des Lebens, macht es aber auch nicht immer leicht, der Handlung zu folgen. In diesem Buch gibt es dankenswerter Weise ein Personenregister, das man auch braucht.

Mehr als eine Person macht sich verdächtig, hat Dreck am Stecken und verfolgt eigene Interessen. Das gibt dem Leser viele Möglichkeiten für eigene Überlegungen und ich konnte nach Herzenslust mitraten. Da werden die Leben einiger Leute in der Dorfgemeinschaft beleuchtet von der Kinderclique bis zum Erwachsenenalter und Oliver von Bodenstein ist mittendrin. Sein Insiderwissen hilft, aber manchmal verstellt es ihm auch den Blick, den seine Kollegin Pia Sander als Außenstehende viel besser hat.

“Im Wald” lebt nicht von atemloser Spannung, sondern von den Personen, die in Ruppertshain leben, genauso wie von dem Ermittlerteam. Die Ruppertshainer sind verwandt, verschwägert, befreundet oder pflegen alte Feindschaften – sie lassen sich kaum einzeln betrachten, sondern bilden eine Gemeinschaft, die auch das eine oder andere Geheimnis hütet. Oliver befindet sich schon im Rückzug in eine Berufspause, denn er ist müde und hat den Ehrgeiz und den Spaß an seiner Arbeit verloren. Dafür läuft Pia zur Hochform auf, und auch wenn sie ab und zu noch unsicher ist, übernimmt sie doch die Führung im Team. Der Neue, Tariq Omari, ist eine echte Bereicherung und ich hoffe, er bleibt dem Kommissariat lange erhalten.

Das Buch läuft langsam an, man muss es wirken lassen und ein bisschen Geduld haben, denn die Charaktere packen einen dann doch und führen einen kurzweilig durch ihr Leben – bis zu einer überraschenden Auflösung.

Mehr dazu:

Meinen Bericht zur Lesung von Nele Neuhaus zum Buch kann man hier lesen.

Bei Herzgedanke gibt es auf dem Blog hier bis Montag, 21.11.2016, 12 Uhr, ein signiertes Exemplar von “Im Wald” zu gewinnen.

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Eine unbeliebte Frau

Mordsfreunde

Tiefe Wunden

Schneewittchen muss sterben

Wer Wind sät

Böser Wolf

Die Lebenden und die Toten


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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Deine Rezension trifft es wirklich auf den Punkt. Tariq Omari, empfinde ich auch als absolute Bereicherung, von Bodenstein wird wohl leider über kurz oder lang ganz verschwinden. Ob es so geschickt ist innerhalb einer Reihe das Personal zu wechseln oder ob es besser gewesen wäre gleich eine neue Reihe zu beginnen wird sicherlich die Zeit noch zeigen.
“Im Wald” hat mir, trotz einiger Schwächen, auch ganz gut gefallen, wenn es auch in meinen Augen das schwächste Buch bisher in der gesamten Reihe ist. Die Handlung plätschert mir so manches Mal einfach etwas zu gemächlich dahin für ein 560 Seiten starkes Buch.
Als große Liebhaberin von Buchlesungen habe ich natürlich auch gleich bei Deinem Lesungsbericht vorbeigeschaut. Ganz große Klasse! ;-)

Viele liebe Grüße und ich wünsche Dir noch einen wunderschönen 2. Advent!
Heike