Buchiges

Leopard von Jo Nesbø – Harry Hole #8

Klappentext:

Harry Hole ist am Ende, er hat alle Brücken hinter sich abgebrochen und lebt zurückgezogen in Hongkong. Gleichzeitig erschüttert eine Serie aufsehenerregender Morde Oslo. Die junge Kommissarin Kaja schafft es schließlich, ihren berühmten Kollegen zurückzuholen. Schnell wird Harry immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter erweist sich als äußerst unberechenbar und intelligent. Er arbeitet mit einem perfiden Mordwerkzeug, das lautlos und quälend langsam tötet. Die Spuren führen Harry von einer einsamen Hütte im norwegischen Hochgebirge bis nach Ruanda. Als er dem Killer schließlich gegenübersteht, muss er eine übermenschliche Entscheidung treffen.

 Mein Leseeindruck:

Das ist schon der 8. Band mit Ermittler Harry Hole und jedes Mal glaube ich, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist, aber Nesbø schafft es doch, noch einen draufzusetzen. Für einen Krimi sind 699 Seiten sehr viel, doch man hat nicht das Gefühl, dass Nesbø ins Schwafeln kommt, dass man irgendwo kürzen könnte oder das irgendetwas überflüssig war. Im Gegenteil, man ist von der ersten Seite an fasziniert und die Spannung lässt einen bis zum Schluss nicht los.

Ganz besonders gefällt mir, dass auch Randfiguren über die ganze Serie hinweg ihren Platz haben, die man regelmäßig wieder trifft, an ihrem Leben teilnimmt und man hat das Gefühl, sich in einem geschlossenen Kreis von Personen aus Harrys Leben zu bewegen.

Es gibt die spannende Mörderjagd, die Nesbø für den Leser wie immer so gestaltet, dass man einige Verdächtige hat und gut miträtseln kann. Wie meistens bin ich nicht drauf gekommen und musste mich vom Autor aufklären lassen, bin aber wieder mit der schlüssigen Auflösung sehr zufrieden. Daneben entspinnen sich noch Streitigkeiten zwischen Harrys Dienststelle und dem Krimialamt um die Vormachtstellung als erste Instanz der Osloer Verbrechensbekämpfung und Harry gerät ungewollt zwischen die Fronten. Auch privat hat er es nicht leicht, denn sein Vater liegt im Sterben.

Nesbø schreibt so mitreissend, dass ich ihm gegen Ende auch die Entwicklung Harrys zum fast übermenschlichen Helden verziehen habe. Ein bisschen unglaubwürdig, aber da hat wohl den Autor (und mit ihm mich als Leser) die Spannung einfach übermannt.

Zum Glück gibt es schon den nächsten Band und „Die Larve“ liegt hier schon bereit.

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Der Fledermausmann

Kakerlaken

Rotkehlchen

Die Fährte

Das fünfte Zeichen

Der Erlöser

Schneemann

Leopard

Die Larve

Koma


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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