Die Spur des Geldes von Peter Beck – Tom Winter #3

Darum geht's:

Ein Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke wird gefoltert und ermordet. Er hatte überraschenderweise ein Konto mit 23.000 € bei der Schweizer Bank, für die Tom Winter als Sicherheitschef tätig ist. Bevor sein Chef die Anfrage des BKA beantwortet, soll Tom Winter klären, ob es sich dabei wirklich um legales Geld handelt oder ob die Bank unwissentlich in illegale Geschäfte verwickelt wurde. Winter folgt der Spur des Geldes und entdeckt Ungeheuerliches.

So fand ich's:

War der Berliner Brunnenmeister Otto Harnisch wirklich ein so harmloser Geselle und was hat er für die 23.000 € an "Beratungsleistungen" für eine Stiftung in Liechtenstein geliefert? Tom Winter geht mit Hilfe seiner findigen Kollegin Leonie aus der IT-Abteilung dieser Frage nach. Spätestens als ein Mensch vor seinen Augen ermordet wird, ist ihm klar, dass er gerade in einer höchst gefährlichen Sache stöbert.

Tom Winter war früher selbst Polizist bei einer Sondereinheit und arbeitet auch jetzt noch gut mit den Behörden zusammen. Das ist eine angenehme Abwechslung zu den vielen Thrillern, bei denen die offiziellen Ermittler oft als zusätzliche Feinde des Protagonisten dargestellt werden. Hier hemmt zwar oft genug die Bürokratie ein schnelles Eingreifen der Behörden, doch Winters private Ermittlungen im Auftrag der Bank und die Arbeit der Polizeibehörden ergänzen sich - man zieht an einem Strang. Trotzdem ist Winter alleine unterwegs, bildet die Speerspitze, denn so lange seine Bank das Okay gibt, hat er alle Freiheiten, die er braucht. Und das nutzt Winter dazu, um schnell und effektiv direkt ins Wespennest zu stechen, einen mächtigen russischen Oligarchen gegen sich aufzubringen und quer durch Europa die Spur des Geldes zu verfolgen.

Wir bekommen reichlich Verfolgungsjagden serviert, Schießereien, Lauschaktionen und spontan geänderte Reiserouten der ungewöhnlichen Art. Es scheint kaum eine Situation zu geben, in der Winter sich nicht irgendwie zu helfen weiß. Das unterhält Schlag auf Schlag und man kommt gar nicht dazu, tief durchzuatmen und sich zu erholen. Winter steuert seine ironischen Gedankenblitze und ab und zu auch ein paar nachdenklichere Überlegungen bei und bekommt dadurch neben dem Bild des sportlichen, cleveren Actionhelden auch einen überaus menschlichen Zug, der mir sehr gefällt.

Die kurzen Kapitel, der manchmal knappe, dynamische und flott lesbare Schreibstil, die lebensnahen Figuren, die neben dem sowieso rundherum interessanten Helden Tom Winter diese Erzählung bevölkern, und die gut durchdachte Handlung, die einem mehr als eine Gänsehaut angesichts ihrer Brisanz beschert, haben mir von der ersten Seite bis zum Schluss gefallen. Das Gesamtpaket hat mich wieder mal komplett überzeugt!

Übrigens ist es hier nicht erforderlich, einen oder beide der Vorgängerbände zu kennen, da die einzelnen Fälle unabhängig von einander gelesen werden können.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
Der Blog der Schurken
Die dunklen Felle

Zeit für neue Genres
KeJas Blogbuch (Kerstin)
Nicht ohne Buch

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Söldner des Geldes
Korrosion
Die Spur des Geldes


Herzlichen Dank an den Verlag und den Autor für das Rezensionsexemplar

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Titel: Die Spur des Geldes
Autor/in: Peter Beck
ISBN / ASIN:
978-3-7408-0499-2
Sprache:
Deutsch
Genre: Thriller
Serie: Tom Winter #3
Verlag:
emons
Erscheinungsjahr:
2019
Medium:
Klappenbroschur
Seitenzahl: 432
Autorenhomepage: 
Peter Beck
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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