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Die Stunde der Wut von Horst Eckert – Melia Khalid #2

Darum geht's:

Die Studentin Klara Dorau wird in ihrer Wohnung erstochen, ihr Freund ist verschwunden. Vincent Veih übernimmt den Fall, der nur auf den ersten Blick aussieht wie der tödliche Streit eines Paares. Seine Chefin Melia Khalid kann während dessen nicht von der Idee ablassen, dass die Verfassungsschützerin Solveig Fischer auf dem Gelände eines Bauernhofes von Neonazis ermordet und verscharrt wurde. Sie setzt alle Hebel in Bewegung und tritt damit wichtigen Leuten auf die Füße.

So fand ich's:

Dem Verfassungsschutz hat Melia den Rücken gekehrt, doch der letzte Fall, den sie dort bearbeitete und der uns im ersten Band "Im Namen der Lüge" erzählt wurde, lässt sie nicht los. Melia möchte unbedingt das Verschwinden von Solveig Fischer aufklären. Sie vermutet, dass die Verfassungsschützerin Fischer von Neonazis, denen sie auf der Spur war, ermordet und auf dem Gelände eines Bauernhofes in ein Fundament eingegossen wurde. Mit ihrer Hartnäckigkeit rührt sie Dinge auf, die andere lieber im Dunkeln lassen möchten.

Dass ihr Freund Klara Dorau ermordet haben könnte, glaubt Vincent Veih nicht wirklich. Zu viele Dinge sind in Klaras familiärem Umfeld im Argen und die Sache wird weitaus komplizierter, als es zuerst wirkte.

Dass Melia neuerdings die Chefin von Vincent Veih ist, bremst ihre private Sympathie, die sich gerade entrwickelte, ein wenig aus. Und einer Meinung sind die beiden auch nicht immer, denn Melia konzentriert sich nicht nur auf Personalführung und Papierkram, sondern greift auch in die Ermittlungen ein. Doch auf eine etwas sperrige Art arbeiten die beiden gut zusammen.

Genau wie im ersten Band spielen verschiedenste Themen in die Handlung des Buches. Rechts- und linksradikale Umtriebe, Geheimniskrämereien und Alleingänge von Ermittlern, eine hauchdünne Trennlinie zwischen Informant des Gemeimdienstes und Verbrecher, zwischen Heimatliebe und Fanatismus, Loyalität und posttraumatischer Belastung, Geldgier, Drogengeschäften und ganz handfestem praktischem Egoismus. Das Ganze wird so erzählt, dass es zu hundert Prozent aus dem Leben gegrifffen wirkt. Wirtschaft, Politik, radikale Gesinnung, nichts davon scheint unrealistisch übertrieben, sondern könnte auch aus den Nachrichten stammen. Und doch packt einen die Wut angesichts der Machenschaften, über die man da liest und die es Melia und Vincent schwer machen, Verbrechen aufzuklären. Denn jeder kocht sein eigenes Süppchen, verschweigt oder erzählt Halbwahrheiten und einer spielt den anderen aus.

Dieser Politthriller lässt einen hinter die Kulissen komplexer, verflochtener Machenschaften schauen und nimmt einen von Anfang an mit in die Handlung. Eine gute Mischung aus spannend und präzise erzählt hat mich gepackt, der Schwerpunkt liegt auf der Handlung, die sich mit ihren politischen und wirtschaftlichen Themen auf das echte Leben übertragen lässt und dadurch mit erschreckendem Realismus besticht.

Für Fans von Politthrillern sind sowohl "Die Stunde der Wut" als auch der Vorgängerband "Im Namen der Lüge" empfehlenswert.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Im Namen der Lüge
Die Stunde der Wut


Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

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Titel: Die Stunde der Wut
Autor/in: Horst Eckert
ISBN / ASIN: 978-3-453-44103-3
Sprache:
Deutsch
Genre: Thriller
Serie:
Melia Khalid #2
Verlag:
Heyne / Random House
Erscheinungsjahr:
2021
Medium:
Klappenbroschur
Seitenzahl: 448
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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