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In seinen Armen zu Hause von Jordan S. Brock – Hartsbridge Island #1

Darum geht's:

Das Sommerhaus auf der kleinen, verträumten Insel vor der US-amerikanischen Ostküste scheint Michael der richtige Ort zu sein, um sich weiter von seiner Kriegsverletzung zu erholen. Da er nie wieder ganz gesund werden wird, ist er sehr froh über seine Assistenzhündin Kaylee, die für ihn die Auswirkungen seiner posttraumatischen Belastungsstörung abmildern kann.

Der immer gut gelaunte Josh zieht Michael nicht nur wegen der leckeren Bagels an, die er in seinem Laden verkauft. Doch bisher hat sich Michael nach seiner Verwundung auf One Night Stands beschränkt, denn mit seinen vielen Einschränkungen kann er bei einem potenziellen Partner nicht auf Verständnis hoffen - meint er.

So fand ich's:

Michael hat sich seinem Vater widersetzt, das Studium abgebrochen und sich bei der Air Force verpflichtet, um nicht in die politischen Pläne seines Vaters, Gouverneur Baldwin, hineingezogen zu werden. Doch jetzt, als "verwundeter Kriegsheld", kann sein Vater gut mit ihm angeben. Michael findet Menschenmassen und ungewohnte Situationen beängstigend, hat Sprachstörungen, muss mit Panikanfällen rechnen und will am liebsten seine Ruhe. Doch sein Leben lang ist er darauf getrimmt worden, seinen Vater zu unterstützen.

Josh liebt die Arbeit im Bagelladen, den er mit seinem Vater zusammen führt, und das ruhige Leben auf der Insel. Weil er seiner Meinung nach ein paar Pfunde zu viel drauf, die Schule nicht mal abgeschlossen hat und noch im Kinderzimmer wohnt, sieht er eigentlich keine Chancen bei Michael, den er wunderschön und sehr interessant findet. Und Michaels ungewöhnlichen Reaktionen auf Alltagssituationen überraschen Josh mehr als einmal.

Die Erzählung ist ruhig, aber alles andere als langweilig, denn besonders Michaels Gefühlsleben ist intensiv, beängstigend und man ist mitten dabei. Josh ist sympathisch, herzlich und verständnisvoll und ich mochte es sehr, wie er mit Michael umgeht und wie er auf den Servicehund Kaylee reagiert.

Und Joshs Papa ist echt ein Schatz! Überhaupt hat mir das Inselleben, die Ortsgemeinschaft und die eine oder andere Nebenfigur (z. B. die Millers) neben der gefühlvollen und intensiven Lovestory sehr gut gefallen.

Die Autorin hat selbst einen Assistenzhund und man merkt, dass sie beim Thema Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS oder auf Englisch PTSD) aus eigener Erfahrung schreibt, denn ich hatte durchgehend den Eindruck, einen authentischen Blick darauf zu bekommen.

Bisher ist "In seinen Armen zu Hause" der erste und einzige Roman der Autorin, soweit ich das herausfinden konnte. Allerdings habe ich von ihr schon eine kostenlose Geschichte auf Englisch gelesen, die sie im Rahmen der "Don't Read in the Closet"-Aktion bei Goodreads geschrieben hat. Die fand ich klasse! Hier entlang geht's zu meiner Rezension. Dort findet man auch einen Link zum kostenlosen Download der Geschichte - wer also auch auf Englisch liest, dem empfehle ich diese schöne Geschichte!

Auf Facebook hat die Autorin erzählt, dass sie am zweiten Teil der "Hartsbridge Island"-Reihe arbeitet. Auch wenn die Arbeiten daran für eine Weile ruhten, schreibt sie momentan an Band 2 und hat insgesamt mindestens drei Bände für diese Reihe geplant. Okay, ich bin auf jeden Fall dabei!

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
GayLesen
Ulla liebt Bücher

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Change of Address / In seinen Armen zu Hause


Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Titel: In seinen Armen zu Hause
Original-Titel:
Change of Address
Autor/in: Jordan S. Brock
Übersetzer/in:
Katie Kuhn
ISBN / ASIN:
B07QCT7BSV
Sprache:
Deutsch
Genre: Gay Romance
Serie: Hartsbridge Island #1
Verlag:
Cursed
Erscheinungsjahr:
2019
Medium:
eBook
Seitenzahl: 302
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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Hallo Gabi,

vorhin habe ich noch geschrieben, dass ich deiner Frosch Empfehlung folgen möchte. Jetzt machst du mich aber auch sehr neugierig auf dieses Buch. Wobei “Frosch” ja recht kurz zu sein scheint, also vielleicht wird es einfach beides :D “In seinen Armen zu Hause” kann ich nämlich über meine Paybackpunkte kaufen und dadurch gebe ich quasi kein Geld aus und hab es dann für “Frosch” über :D Haha, ich muss es mir nur schön reden.
Jedenfalls finde ich an diesem Buch einerseits den PTBS Aspekt sehr interessant, als auch den damit verbundenen Assistenzhund. Ich hatte schon einige Charaktere mit PTBS, aber ich kann mich nicht erinnern, dass einer von ihnen einen Assistenzhund gehabt hätte…

Liebe Grüße
Julia