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Koma von Jo Nesbø – Harry Hole #10

Klappentext:

Ein junges Mädchen wird tot im Wald gefunden. Sie wurde brutal vergewaltigt. Zehn Jahre später wird an derselben Stelle ein Polizist getötet, sein Gesicht ist grausam entstellt. Eine Sonderkommission ermittelt unter Hochdruck. Doch es geschehen weitere Morde. Die Polizei hat keine Spur, und ihr bester Ermittler Harry Hole fehlt.

Mein Leseeindruck:

Band 10 der Harry-Hole-Reihe. Was habe ich mich darauf gefreut, nachdem Band 9 “Die Larve” mit einem gigantischen Cliffhanger endete.

Wenig ist so, wie es zu sein scheint. Ständig fällt man darauf herein, dass Nesbø einen bestimmten Eindruck erwecken will, der sich dann als falsch herausstellt. Wie immer sind auch Hauptpersonen nicht sicher davor, einen grausamen und plötzlichen Tod zu sterben – selbst Harry scheint im Sterben zu liegen! Man hat das Gefühl, auf einem Pulverfass zu sitzen, das jeden Moment hochgehen kann.

Es gibt viele Verflechtungen zu den Vorgängerbänden, die altbekannten Bösewichte Mikael Bellman und Truls Bernsen ziehen wieder ihre Strippen und auch der immer noch nicht aufgeklärte Mord an Gusto Hansen, der uns in der „Larve“ beschäftigte, spielt eine Rolle.

Obwohl man wahrscheinlich „Koma“ auch gut begreifen und genießen kann, wenn man nur diesen Band liest, bin ich doch froh, in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben und die Anspielungen und Verweise auf frühere Geschehnisse zu verstehen. Man bekommt direkt Lust darauf, die ganze Reihe nochmal zu lesen, um sich das eine oder andere Detail ins Gedächtnis zurück zu rufen. (Als Einstieg in die Reihe ist “Koma” übrigens nicht geeignet, weil einfach zu viel verraten wird und man sich den Thrill für die früheren Bände nimmt).

Wie gewohnt sind es verschiedene Handlungsstränge, die ineinander greifen, scheinbar nichts mit einander zu tun haben, aber dann doch zusammen gehören. Nesbø beherrscht das meisterhaft und zeigt auch in diesem Buch, was er drauf hat. Der Handlungsaufbau animiert dazu, mitzuraten und eigene Überlegungen anzustellen, den Indizien zu folgen – und sich damit auf die falsche Fährte locken zu lassen. Und natürlich hat Nesbø mich damit wieder ausgesprochen gut und spannend unterhalten.

Als Ergänzung dazu besuchte ich eine Nesbø-Lesung im Rahmen des Münchner Krimifestivals, auf die ich mich schon wahnsinnig gefreut und tatsächlich auch sehr genossen habe!

Mehr dazu:

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Der Fledermausmann

Kakerlaken

Rotkehlchen

Die Fährte

Das fünfte Zeichen

Der Erlöser

Schneemann

Leopard

Die Larve

Koma


[Werbung] Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

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