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Söldner des Geldes von Peter Beck – Tom Winter #1

Darum geht's:

Tom Winter, Sicherheitschef einer schweizer Privatbank, schickt seine Mitarbeiterin Anne, um einen Scheich im Hubschrauber zu einem Treffen zu begleiten. Anne bezahlt diesen Service mit dem Leben, denn der Hubschrauber stützt ab und alle Insassen, Scheich, Pilot und Anne, sterben. Winter ist überzeugt, dass das kein Unfall war. Eigentliches Ziel kann nur der Scheich gewesen sein, doch wieso und wer schreckte nicht vor kaltblütigem Mord zurück?

So fand ich's:

Ich habe diese Krimireihe nicht ganz in der richtigen Reihenfolge gelesen. Angefangen habe ich mit Band 2, dann folgte Band 3 und dieser erste Band "Söldner des Geldes" kam als letzter dran. Hätte ich mit Band 1 angefangen, weiß ich nicht, ob ich bei dieser Reihe weitergelesen hätte.

Mit 480 Seiten ist das nicht gerade ein schmales Büchlein. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass diese Ausführlichkeit und Detailverliebtheit für den Lesegenuss zuträglich war. Eine maßvolle Straffung hätte auch die Spannung erhöht, die für meinen Geschmack nicht ganz so mitreißend war wie sie hätte sein können. Beim Thema, dass die Bänker und Geschäftsleute Söldner des Geldes sind und für Profit so manches in Kauf nehmen, liegt es natürlich nahe, dass Geldanlagen, Fonds und milliardenschwere Vermögen eine größere Rolle spielten. Das Thema fesselte mich allerdings nicht gerade und für meinen Geschmack waren etwas zu viel Informationen dazu im Buch untergebracht. Ich habe es als sehr gut recherchiert empfunden und wer sich gerne mit dem Thema beschäftigt, wird sicher seine helle Freude daran haben, wie die Finanzgebilde erbaut wurden. Deswegen ist dieser Kritikpunkt deutlich in die Kategorie "es liegt an mir und nicht am Buch" einzuordnen.

Die Figuren, allen voran Protagonist Tom Winter, sind wunderbar konstruiert. Einige kenne ich ja schon aus den zwei Folgebänden und habe mich gefreut, wieder mit ihnen zu tun zu haben. Tom Winter selbst ist ruhig und gelassen, lässt auch Gefühle zu, doch wenn es nötig ist, packt er wie James Bond seine Kampf- und Schießkünste aus und beweist eiserne Nerven. Außerdem scheint er bei der Damenwelt sehr gut anzukommen ;-)

Ohne dass ich spoilere, sage ich etwas verklausuliert: Beim Showdown musste ich tatsächlich ein wenig schmunzeln, weil während der Countdown noch vier Minuten anzeigt und Winter Action unterbringt, die nach meiner Erfahrung etwa 20 Minuten dauern müsste. Das war zwar spannend, aber auch ein bisschen unrealistisch.

Die Sprache ließ keinen Zweifel daran, dass das Buch zum großen Teil in der Schweiz spielt und auch Tom Winter ein Schweizer ist. Da wurde zum Beispiel regelmäßig "parkiert" statt geparkt und diese kleinen Einsprenksel schufen zusammen mit den Schweizer Bergen eine schöne Atmosphäre.

Wir begleiten Winter bei seinen Ermimttlungen um die halbe Welt und auch wenn mich die Hintergründe des Finanzmarktes nicht ganz so sehr interessierten, fand ich das Buch unterhaltsam. Da mich Band 2 und 3 um einiges mehr gefesselt  haben, empfehle ich, alle Bände dieser Reihe und zwar in der richtigen Reihenfolge zu lesen. So erlebt der Leser eine kontinuierliche Steigerung und kann alle drei lesenswerte Krimis genießen.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
(wird ergänzt)

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:

Söldner des Geldes
Korrosion
Die Spur des Geldes

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Titel: Söldner des Geldes
Autor/in: Peter Beck
ISBN / ASIN:
978-3-95451-134-1
Sprache:
Deutsch
Genre: Thriller
Serie: Tom Winter #1
Verlag:
emons
Erscheinungsjahr:
2013
Medium:
Broschur
Seitenzahl: 480
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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