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Bella Stella & Die Tochter des Gutsverwalters von Brigitte Pasini

Darum geht's:

Stella wächst ohne Mutter auf, doch der Vater, Verwalter auf einem großen holsteinischen Gutshof, kümmert sich liebevoll um sie. Und Florentine, die Köchin des Gutshofs, ersetzt ihr die Mutter, so gut es geht. Lorenzo lebt in der italienischen Romagna-Region. Die einzige Perspektive, die der Jugendliche hat, ist die schwere Arbeit als Landarbeiter. Aber die schöne Giuseppina, in die Lorenzo verliebt ist, scheint sich daran nicht zu stören. Doch es bleibt nicht friedlich und behütet, sondern sowohl Stella als auch Lorenzo erfahren die Auswirkungen des ersten Weltkrieges ganz persönlich.

In den 1920er Jahren verschlägt es beide nach Hamburg, wo sie aufeinandertreffen und in einer bunten Hausgemeinschaft im Hamburger Kiez landen.

So fand ich's:

Sowohl Stella als auch Lorenzo verlassen ihre Heimat nicht ganz freiwillig. Doch im Hamburger Mehrfamilienhaus finden sie eine Unterkunft, die von interessanten, bunten und ungewöhnlichen Menschen bewohnt wird. Die Hauptperson ist die namensgebende Stelle, doch auch die anderen Bewohner werden ausführlich betrachtet. Sie haben alle ihre Geschichte, die mehr oder weniger mit Stella verflochten ist.

Man ist sich die ganze Zeit bewusst, dass das Buch in den 1920er Jahren spielt und die Faschisten so langsam auf dem Vormarsch sind - und zwar in Deutschland und in Lorenzos Heimat Italien.

Doch der Schwerpunkt der Erzählung liegt auf den Menschen, deren Leben wir hautnah mitverfolgen dürfen. Da geht es um Liebe in verschiedenster Form, um Familie, um Unabhängigkeit, das Schicksal, dem man ein Schnippchen schlagen will und das sich doch nicht immer überlisten lässt und nicht zuletzt darum, nicht in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben, sondern nach vorne zu schauen und das Leben anzupacken.

Ich habe die einzelnen Figuren ins Herz geschlossen und öfter daran gedacht, dass die Zeit des 3. Reiches die Hausbewohner gehörig durch den Wolf drehen wird. Vielleicht ist eine Fortsetzung geplant, die uns mit in diese Zeit nimmt? Denn die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, in die wir mit "Bella Stella" schauen, hat mich schon gepackt, gerade weil hier sehr persönliche Schicksale erzählt werden und die große Politik nur im Hintergrund stattfindet. Auch wenn die Zeiten hart und die Schicksale genauso ernst wie dramatisch waren, bekommt man auch viele schöne Momente, eine sich zart entwickelnde Liebe und liebenswerte Menschen vorgestellt. Es hat viel Spaß gemacht, dieses Haus und dessen Bewohner eine Zeit lang zu begleiten. Trotz der mehr als 500 Seiten war die flott und locker geschriebene Familiengeschichte ruck zuck gelesen.

Als Appetithäppchen gibt es die Vorgeschichte Stellas und Lorenzos mit einer ausführlichen Leseprobe zu "Bella Stella" in Form eines kostenlosen eBooks. So kann jeder unverbindlich reinschnuppern, was ich absolut empfehlen kann.

Mehr dazu:

Weitere Meinungen zum Buch:
Ullas Bücherseite
Streifis Bücherkiste

 


Herzlichen Dank an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar

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Titel: Die Tochter des Gutsverwalters
Autor/in: Brigitte Pasini
ISBN / ASIN:
B07SPG7X8D
Sprache:
Deutsch
Genre: Historischer Roman
Serie: Vorgeschichte zu "Bella Stella"
Verlag:
Rowohlt
Erscheinungsjahr:
2019
Medium:
eBook
Seitenzahl: 96
Autorenhomepage:
Brigitte Pasini
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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Titel: Bella Stella
Autor/in: Brigitte Pasini
ISBN / ASIN:
978-3-499-27616-3
Sprache:
Deutsch
Genre: Historischer Roman
Verlag:
Rowohlt
Erscheinungsjahr:
2019
Medium:
Taschenbuch
Seitenzahl: 528
Autorenhomepage:
Brigitte Pasini
Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite

 

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