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Strawberry Kiss von A. C. Lelis – [kinky] pleasures #1

Darum geht’s:

Henrik will nach seinem Umzug nach Hamburg in der Anwaltskanzlei seines Patenonkels beruflich neu anfangen. Als Ausgleich zu seinem fordernden Job tanzt er auf fast schon professionellem Niveau. Er ist begeistert, als ihm das private Gruppen-Tanztraining des Choreographen Julian empfohlen wird und er dort einsteigen darf. Dass Henry und Julian schon am ersten Trainingstag übereinander herfallen, ist kein Problem, denn beide verständigen sich schnell darauf, dass sie nichts weiter wollen als unverbindlichen Sex. Das kommt Henrik gerade recht, denn seine konservativen Anwaltskollegen sollen weder von seinem Tanzhobby erfahren noch überhaupt wissen, dass er schwul ist.

So fand ich’s:

Julian ist ein unkomplizierter Strahlemann, der im Ruf steht, keine feste Beziehung zu wollen und einen freigeistigen, offenen Lebensstil pflegt. Henrik dagegen ist verschlossen und diszipliniert. Gemeinsam haben sie in erster Linie die Liebe zum Tanzen. Und auch zwischen den Laken verstehen sie sich perfekt, was zu sehr heißen, experimentierfreudigen und leidenschaftlichen Begegnungen führt – der Zusatz “kinky” im Titel ist hier absolut zu Recht gewählt und auch als Leser spürt man das erotische Knistern zwischen den beiden sehr deutlich.

Doch alles, was über das Thema Sex hinausgeht, wird kompliziert, denn sehr schnell kommen ungewollt ernstere Gefühle zwischen den beiden auf. Julian kann in seinem künsterischen Beruf als Choreograph ganz offen zu seiner Homosexualität stehen, Anwalt Henrik dagegen will sein Privatleben am liebsten völlig geheim halten, denn er musste schon einmal die negativen Konsequenzen von zu viel Offenheit spüren. Er hat sein Leben in verschiedene Schubladen aufgeteilt, die sich möglichst überhaupt nicht vermischen sollen. Doch je länger er in Hamburg ist, Leute kennenlernt, und die Gefühle für Julian wachsen, desto fester zieht sich die Schlinge, die er sich mit seinen Prinzipien selbst um den Hals gelegt hat, zu.

Julian und Henrik müssen sich ihr Happy End schwer erarbeiten, denn obwohl sie trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere perfekt zueinander passen, kann Henrik nicht über seinen Schatten springen. Wie gut, dass Julian einerseits für Henrik unwiderstehlich und andererseits ziemlich hartnäckig ist.

Schon in “Little Tease” hat mir die lockere, flotte, aber auch intensive Erzählweise von A. C Lelis ausgesprochen gut gefallen, mit der sie den Charakteren Leben einhaucht und sie absolut realitätsnah wirken lässt. Auch in Julians Freundeskreis finden sich sympatische Charaktere, die die Geschichte wunderbar ergänzen und auch genug Stoff für eigene Stories bieten. Schließlich gibt es noch zwei ungelesene Geschichten aus der “kinky pleasure”-Reihe und auch andere Bücher von A. C. Lelis, bei denen die bekannten Personen kleine Nebenrollen haben bzw. Nebenfiguren ihre eigene Geschichte bekommen.

Ich werde mich also nach und nach durch die beiden “kinky pleasure” Bücher und auch die anderen Geschichten von A- C. Lelis lesen. “Little Tease” und “Strawberry Kiss” bekommen von mir schon mal eine kinky Leseempfehlung!

Mehr dazu:

Hier gehts zur Homepage der Autorin. Dort gibt es auch eine schöne Übersicht über die Personen ihrer Romanwelt und in welchen Büchern sie auftauchen.

Die Serie in der richtigen Reihenfolge:
Strawberry Kiss
Sub optimal
Off Switch
Little [tease]

Weitere Meinungen zum Buch gibt’s hier:
El Mal liest
Gaylesen

 


Klappentext- und Bildquelle sowie Buchdetails: Verlagsseite
Herzlichen Dank an den Cursed Verlag für das Rezensionsexemplar

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3 Kommentare auf "Strawberry Kiss von A. C. Lelis – [kinky] pleasures #1"

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Huhu :)
Klingt nach einem wirklich interessanten (und leider sehr realen) Setup. Es ist wirklich eine Schande, dass es noch so viele Vorurteile gegenüber Homosexuellen gibt.
Freut mich umso mehr, dass die zwei in der Geschichte zumindest ein Happy End haben :)

Liebe Grüße,
Smarty