Die Aktion “Top Ten Thursday” wird auf dem Blog Weltenwanderer betreut. Für jeden Donnerstag wird ein Thema festgelegt, zu dem man 10 Bücher auflisten sollte. Die Frage dieser Woche nach Büchern, die das Potenzial für einen Klassiker haben, finde ich sehr schwer zu beantworten. Zum einen lese ich schwerpunktmäßig Thriller und Gay Romance und aus diesen Genres kommen eher selten Klassiker ;-) und zum anderen habe ich mich nicht damit befasst, was einen Klassiker ausmacht und habe meine Buchvorschläge komplett aus dem Bauch heraus ausgewählt. Immerhin bin ich froh, 10 Bücher gefunden zu haben, hinter denen ich voll und ganz stehe. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Bücher sind mir nämlich eingefallen. Ob bekannt oder eher unbekannt – für mich aber alle Bücher mit Potenzial zum Klassiker in meiner
Top Ten:

Underground Railroad von Colson Whitehead
(Roman, historisch)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Cora lebt als Sklavin der dritten Generation auf der Plantage der Randalls. Seit ihre Mutter geflüchtet ist, muss sich das junge Mädchen alleine durchschlagen und obwohl Cora eine starke Persönlichkeit ist, bleibt auch sie von Gewalt und Willkür nicht verschont. Als der Sklave Caesar sie bittet, mit ihm zusammen zu fliehen, zögert sie erst. Doch dann macht sie sich doch mit ihm auf den Weg durch die Underground Railroad auf der Suche nach Freiheit.
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NSA – Nationales Sicherheits-Amt von Andreas Eschbach
(Thriller)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Wenn die Nazis schon Computer zur Verfügung gehabt hätten, wenn es Handys, Diskussionsforen und Online-Bezahlmöglichkeiten für die Bevölkerung schon damals gegeben hätte – was hätten die Nazis daraus gemacht? In dieser Welt lebt die Programmiererin – oh Entschuldigung – die Programmstrickerin Helene, die im Nationalen Sicherheitsamt arbeitet und mit ihren Auswertungen dazu beiträgt, die Bevölkerung zu überwachen. Eine glühende Anhängerin des Regimes ist sie nicht und als sie unbemerkt Menschen – und vor allen Dingen den Mann, den sie liebt – vor Entdeckung bewahren kann, tut sie das auch. Ihr Chef Eugen Lettke kocht ebenfalls sein eigenes Süppchen, allerdings nicht zum Wohle der Menschen, sondern weil er damit seine Rachepläne umsetzen will. Helene wird dabei unfreiwillig zu seiner Helferin.
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Der Schwarm von Frank Schätzing
(Thriller)
Keine Rezension von mir, weil ich das Buch schon vor meiner Bloggerzeit gelesen habe
Klappentext:
Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss. Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
Hinweis: Bitte auf keinen Fall die Verfilmung schauen, die ist schrecklich
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Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes
(Satire)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Nadeche Hackenbusch, mit “Engel im Elend” der regelmäßige Quotengarant eines kleinen Privatsenders, wird nach Afrika in ein riesiges Flüchtlingslager geschickt, um dort zu drehen. Die junge Frau ist ziemlich naiv, hat aber ein großes Herz. Als sie nach Dreh-Ende eigenmächtig beschließt, dass ihre Aufgabe noch nicht beendet ist und sie noch nicht bereit ist, die gestrandeten Flüchtlinge wieder sich selbst zu überlassen, tritt sie damit ungewollt eine Lawine los, die man nicht wieder stoppen kann.
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Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig
(Roman)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Nora erscheint ihr Leben nicht mehr lebenswert und sie beschließt, es sich zu nehmen. Sie landet weder in der Hölle, im Himmel noch im Nirwana, sondern in einer Bibliothek, deren Bücher alle Leben enthalten, die Nora hätte leben können. Wenn Nora eines der Bücher aufschlägt, kann sie in dieses Leben schlüpfen und herausfinden, wie ihr Leben gelaufen wäre, wenn sie die eine oder andere Entscheidung anders getroffen hätte.
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Desperation Road von Michael Farris Smith
(Roman)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Als Russell Gaines nach einer jahrelangen Gefängnisstrafe wieder in seine Heimatstadt zurückkehrt, ist ihm schon klar, dass es für ihn keinen leichten Neuanfang geben wird. Er hat betrunken einen Autounfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben kam und dessen Familie hat sich persönliche Rache vorgenommen, die auch nach elf Jahren nicht abgeflaut ist.
Maben zieht mit ihrer kleinen Tochter Annalee durchs Land und ist inzwischen völlig pleite und verzweifelt genug dafür, die Waffe einzusetzen, die ihr zufällig in die Hände fällt. Als sie auf Russell trifft, scheint es für beide keinen Ausweg aus ihrer Lage zu geben.
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Eden: Das Sterben beginnt von Marc Elsberg
(Thriller)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Der Influencer Linus Strand erlebt bei einem Tauchgang in der Karibik ungewöhnliches Verhalten von Tiefseetieren. Piero Manzanos Prognoseprogramm Vysyon errechnet aus unzähligen öffentlich zugänglichen Daten, dass die Welt bald vor einem globalen Versagen vieler Systeme stehen könnte. Großinvestor Viktor Brennar lockt ihn mit viel Geld, seine Prognosen mit ihm zu teilen. Und der Countdown beginnt mit “noch 159 Tage”.
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Sturz der Titanen / Winter der Welt / Kinder der Freiheit von Ken Follett – Jahrhundert-Saga in drei Bänden
Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert.
Zeitgeschichte zum Miterleben, alles andere als ein trockenes Geschichtsbuch.
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Amateur – mein neues Leben als Mann von Thomas Page McBee
(Roman)
Meine Rezension
Darum geht’s:
Thomas hat seine Transition zum Mann hinter sich gebracht. Wenigstens körperlich. Die ersten 30 Jahre seines Lebens ist er allerdings als Frau wahrgenommen und als solche erzogen worden. Nun stellt sich ihm die Frage, was ihn außer der körperlichen Veränderung noch zum Mann macht. Was ist “typisch Mann”? Und will er so überhaupt sein?
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Schlafes Bruder von Robert Schneider
(Roman)
Meine Rezension
Das Buch ist 1992 erschienen und damit etwas älter als die vorgegebenen 30 Jahre. Ich finde aber, dass es in meine Liste gehört und habe die Grenze hier ein bisschen gedehnt.
Darum geht’s:
Im Jahr 1803 kommt Johannes Elias Alder in einem abgelegenen österreichischen Bergdorf zur Welt. Die außergewöhnliche musikalische Begabung des Außenseiters Elias erleben nur die Bewohner von Eschberg, denn sein kurzes Leben spielt sich fast ausschließlich in der Enge dieses Ortes ab. Elias liebt seine Cousine Elsbeth und weil er glaubt, man könne nicht lieben, während man schläft, beschließt er, nicht mehr zu schlafen.